Hohe Fluktuation
Das gilt es zu beachten
Das Thema Fluktuation findet sich heute in jedem Unternehmen wieder und beschreibt im Kern das Ausscheiden von Mitarbeitenden des jeweiligen Unternehmens. Während ein gewisses Maß an Fluktuation in jedem Unternehmen einerseits stattfindet und sogar für neue Ideen und Innovationen sorgen kann, kann andererseits eine hohe Fluktuation schnell für Probleme sorgen. Doch wie entsteht überhaupt eine hohe Fluktuation und wodurch zeichnet sich der richtige Umgang damit aus?
4 Minuten
Das Wichtigste in Kürze
Hohe Fluktuation entsteht meist durch betriebliche Ursachen wie schlechte Kommunikation, fehlende Entwicklungsperspektiven oder ein unzureichendes Onboarding. Auf überbetriebliche Gründe haben Unternehmen oft keinen Einfluss. Um aktiv gegenzusteuern, können Unternehmen frühzeitig Mitarbeitenden Feedback einholen, klare Karrierewege anbieten und eine wertschätzende Unternehmenskultur fördern. Ein realistisches Onboarding, flexible Arbeitsmodelle und offene Kommunikation stärken die Mitarbeiterbindung und senken die Fluktuationsrate nachhaltig.
Gründe für hohe Fluktuation
Die Gründe für eine hohe Fluktuation innerhalb eines Unternehmens sind vielfältig und variieren je nach Branche, Unternehmensgröße oder Struktur stark. Dennoch lassen sich einige gemeinsame Ursachen identifizieren, die in vielen Unternehmen immer wieder auftreten und somit als häufige Einflussfaktoren gelten. Grundsätzlich können diese Ursachen in zwei Kategorien unterteilt werden: betriebliche und überbetriebliche Gründe.
Betriebliche Ursachen entstehen direkt im Unternehmen und betreffen häufig den Arbeitsalltag oder das Führungsverhalten. Zu den häufigsten Gründen zählen eine mangelhafte Kommunikation zwischen Mitarbeitenden und Vorgesetzten, schlechte Stimmung im Team, stark hierarchische Strukturen sowie eine fehlende Work-Life-Balance. Auch Über- oder Unterforderung, geringe Entwicklungsperspektiven, ein als unzureichend empfundenes Gehalt oder nicht eingehaltene Versprechen beim Einstieg können Mitarbeitende dazu bewegen zu kündigen.
Überbetriebliche Ursachen liegen außerhalb des Einflussbereichs des Unternehmens und sind meist persönlicher und individueller Natur. Dazu zählen familiäre Veränderungen wie Umzug, Familiengründung oder Pflegefälle, ebenso wie der Wunsch nach der Selbstständigkeit, einem Branchenwechsel oder einer beruflichen Neuorientierung. Auch finanzielle Unabhängigkeit, beispielsweise durch Erbe, der Eintritt in den Ruhestand oder der Tod eines Mitarbeitenden gehören zu den möglichen überbetrieblichen Gründen.
Umgang mit hoher Fluktuation im Unternehmen
Sollte das eigene Unternehmen von hoher Fluktuation betroffen sein, ist es wichtig, frühzeitig zu reagieren und gezielt nach den Ursachen zu forschen. Denn ein ständiger Wechsel von Mitarbeitenden wirkt sich nicht nur negativ auf das Betriebsklima und die Zusammenarbeit im Team aus, sondern führt auch zu organisatorischen Herausforderungen sowie hohen Kosten. Besonders der zusätzliche Aufwand durch Recruiting, Einarbeitung und der Verlust von Wissen kann den laufenden Betrieb spürbar belasten.
Zunächst gilt es zu unterscheiden, ob bei der bestehenden Fluktuation hauptsächlich betriebliche oder überbetriebliche Ursachen zugrunde liegen. Während persönliche Veränderungen wie ein Umzug oder der Eintritt in den Ruhestand meist außerhalb des unternehmerischen Einflusses liegen, lassen sich interne Faktoren aktiv gestalten. Unklare Kommunikation, fehlende Entwicklungsperspektiven, ein unzureichendes Onboarding oder unrealistische Arbeitsanforderungen zählen zu den häufigsten Gründen für eine hohe Fluktuationsrate innerhalb des Unternehmens.
Um diese frühzeitig zu erkennen, empfiehlt es sich, regelmäßig Feedback einzuholen. Persönliche Gespräche, Mitarbeiterbefragungen oder digitale Formate wie anonyme Umfragen im Intranet können dabei unterstützen, Probleme frühzeitig zu erkennen. Auch ein strukturierter Einstieg neuer Mitarbeitender durch ein durchdachtes Onboarding-Konzept stärkt die Bindung und verringert die Wahrscheinlichkeit von Frühfluktuation.
Bereits vor dem Onboarding neuer Mitarbeitenden ist es entscheidend, ein realistisches Bild der Position zu vermitteln. Klar formulierte Stellenausschreibungen mit nachvollziehbaren Aufgaben und Rahmenbedingungen beugen späteren Enttäuschungen vor. Gleichzeitig sollte das Unternehmen intern aufzeigen, welche Entwicklungsmöglichkeiten bestehen. Weiterbildungen, interne Wechseloptionen und transparente Karrieremodelle motivieren dazu, langfristig Teil des Teams zu bleiben.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Unternehmenskultur. Ein wertschätzender Umgang, offene Kommunikation und ein kollegiales Miteinander wirken sich direkt auf die Zufriedenheit der Mitarbeitenden aus. Auch flexible Arbeitszeitmodelle, nachvollziehbare Zielsetzungen und eine realistische Planung von Projekten tragen dazu bei, die Belastung zu senken und ein positives Arbeitsumfeld zu schaffen.
Fazit
Gezielt handeln, Fluktuation reduzieren
Fluktuation ist ein natürlicher Bestandteil eines jeden Unternehmens. Doch eine hohe Fluktuationsrate führt schnell zum Schwierigkeiten. Entscheidend ist, die Hintergründe genau zu kennen und frühzeitig zu handeln. Während überbetriebliche Gründe oft nicht beeinflussbar sind, lässt sich gegen betriebliche Ursachen aktiv vorgehen. Eine offene Kommunikation, klare Perspektiven, ein realistisches Onboarding sowie eine wertschätzende Unternehmenskultur sind zentrale Faktoren, um Mitarbeitende langfristig zu binden und Fluktuation reduzieren. Regelmäßiges Feedback und Investitionen in die Zufriedenheit des Teams kann ein stabiles Fundament für die Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens schaffen und hoher Fluktuation vorbeugen.
Lesen Sie hier weiter:
Sind Sie neugierig auf die Herausforderungen und Erfolge anderer Organisationen?
Probieren Sie tixxt aus und entdecken Sie gemeinsam mit einem unserer Experten, wie Ihre Organisation tixxt einsetzen kann.