Kreativität für Change-Projekte fördern

Vor jeder Veränderung steht Innovation. Diese erfordert Kreativität. Auch während eines Change-Projektes kann durch neue Ideen frischer Wind in das Projekt gebracht werden. Doch wie fördern Sie Kreativität in ihrem Unternehmen? Wie motivieren Sie ihre Mitarbeiter dazu, neue Ideen zu entwickeln? In diesem Beitrag geben wir Ihnen Tipps, wie Sie Kreativität für Change-Projekte nutzen können und Ihre Mitarbeiter kreativer werden.

Ohne Innovationen entsteht Stillstand, der Ihr Unternehmen gegenüber Wettbewerbern ins Abseits stellen kann. Nur wenn Sie regelmäßig neue Ideen zur Verbesserung oder Ergänzung Ihrer Produkte haben, bleibt Ihr Unternehmen den Konkurrenten eine Spur voraus. Daher sollten Sie die Macht der Kreativität nicht unterschätzen und sie nicht dem Zufall überlassen. Kreativität entsteht nämlich weder automatisch, noch kann sie erzwungen werden. Druck und Stress, um der Kreativität auf die Sprünge zu helfen, führen höchstens kurzfristig zu Ergebnissen. Auf Dauer untergräbt dies allerdings die Motivation der Mitarbeiter.

So fördern Sie die Kreativität Ihrer Mitarbeiter

Langfristig hilfreich ist hingegen eine gute Arbeitsatmosphäre in der Kreativität auf der Agenda steht. Zeigen Sie ihren Mitarbeitern, dass neue Ideen erwünscht sind: Hören Sie ihnen zu, und geben Sie Ihnen Möglichkeiten, um kreativ zu werden.

Inspiration sein
Ohne eine Vision, was erreicht werden soll, ist es schwierig Ideen zu entwickeln. Geben Sie ihren Mitarbeitern daher Anhaltspunkte mit auf den Weg: Zeigen Sie auf, wo Sie Verbesserungsbedarf sehen. Welche Prozesse laufen noch nicht optimal? Worüber haben sich Kunden beschwert? Gehen Sie zudem mit gutem Beispiel voran und stellen Sie ihre eigenen Ideen vor. So motivieren Sie Ihre Mitarbeiter dazu, diese Gedanken weiterzuführen oder eigene Vorschläge einzubringen. Generell gilt: Gute Ideen und Innovationen kann man nur mit dem gutem Hintergrundwissen entwickeln. Stellen Sie also sicher, dass Mitarbeiter in Bezug auf ihr Tätigkeitsfeld stets auf dem neuesten Stand sind.

Kreativitätstechniken schulen
Auch der Kreativität kann man mit einigen Hilfsmitteln nachhelfen: Methoden wie Mind Mapping, Brainstorming und Rollenspiele sind die Klassiker. Bei der Bisoziation und der Synektik soll durch Ablenkung von der eigentlichen Problemstellung eine andere Perspektive eingenommen, und hierdurch neue Lösungsansätze gefunden werden. Aber auch schon einfache Skizzen, Tabellen und Diagramme sind Techniken, mit denen man Ideen für sich und andere ordnen, veranschaulichen, und so weiterentwickeln kann. Je mehr Techniken Ihre Mitarbeiter für Kreativität kennen, desto besser.

Gruppendynamik nutzen
Beim gemeinsamen Sammeln von Ideen in einer Gruppe entstehen schnell viele neue Ideen. Im ersten Schritt eines Meetings können Sie mithilfe von Kreativitätstechniken Vorschläge entwickeln und sammeln. Erst im zweiten Schritt sollten diese Vorschläge dann geprüft und bewertet werden. So stellen Sie sicher, dass Mitarbeiter sich trauen, möglichst alle Ihre Vorschläge zu nennen, da sie keine Angst vor einer direkten Bewertung haben müssen. Bei der Besprechung der Vorschläge können natürlich auch Kontroversen entstehen – lassen Sie diese zu. Diskussionen können die Ideenfindung beleben und neue Denkanstößen geben.

Freiräume schaffen
Eine Fragestellung aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, hilft der Kreativität oft auf die Sprünge. Ein Perspektivwechsel hilft auch im übertragenen Sinne: Verlegen Sie ein Meeting beispielsweise in ein Café oder einen Park. Geben Sie Ihren Mitarbeitern in Ideenfindungsphasen mehr Freiräume, beispielsweise durch flexiblere Arbeitszeiteinteilung oder der Möglichkeit, von Zuhause aus zu arbeiten.

Feedback geben
Ein wichtiger Motivator ist Feedback: Zum einen zeigt dies Ihren Mitarbeitern, dass Ihre Idee ernst genommen werden und Kreativität erwünscht ist. Zum anderen entsteht hierdurch auch neue Inspiration. Zwar klingen nicht alle Ideen auf den ersten Blick wie ein Durchbruch und Sie müssen eine eher mittelmäßige Idee nicht in den Himmel loben. Allerdings ist es für Ihre Mitarbeiter sehr demotivierend, wenn ihre Ideen direkt mit einer Pauschalantwort à la „Diese Idee ist nicht umsetzbar“ abgelehnt werden. Zudem sollten abgelehnte Vorschläge auch keine negativen Konsequenzen für Mitarbeiter zur Folge haben. Etablieren Sie hingegen eine offene Feedback-Kultur und besprechen Sie Vorschläge.

Ideen umsetzen
Es kann immer passieren, dass eine Innovation floppt. Kreativität und Veränderung ist immer ein Schritt ins Unbekannte. Wagen Sie es trotzdem, gute Vorschläge umzusetzen. Denn genau so hoch wie das Risiko zu scheitern, ist auch das Risiko, mangels Innovation auf der Strecke zu bleiben. Zudem können Sie auch aus Fehlentscheidungen für die Zukunft lernen. Wenn die Umsetzung einer guten Idee im Sande verläuft, wirkt sich das nicht nur negativ auf die Motivation Ihrer Mitarbeiter, sondern auch auf ihre Wettbewerbsfähigkeit aus.

Der Nutzen von Kreativität für Change-Projekte

Für Change Management ist es von großem Vorteil, wenn Änderungsvorschläge von Ihren Mitarbeitern selbst entwickelt wurden: Sie stoßen dann in der Regel auf weniger Ablehnung, da diese keine Anweisung „von oben“ sind. Dies erleichtert die dauerhafte Etablierung von Veränderungen. Auch ist Kreativität für Change-Projekte wichtig, wenn es zu Problemen bei der Umsetzung kommt. Eine kreative Arbeitsatmosphäre hilft, schnell Lösungen zu finden und verhindert, dass das Projekt ins Stocken gerät. Wie wir bereits in unserem Artikel über Betriebliches Vorschlagswesen dargestellt haben, bieten sich auch unternehmensinterne Social Intranets an, um Vorschläge Ihrer Mitarbeiter entgegenzunehmen und zu diskutieren. Wenn Sie noch kein Social Intranet haben, sollten Sie es einfach mal ausprobieren. Unser tixxt steht Ihnen in einer kostenlosen Testversion für bis zu zehn Kollegen zur Verfügung.

 

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Bildquelle des Vorschaubilds: Grafik von Flickr-User Boegh