Krisenkommunikation Phasen
Phasen und Maßnahmen der Krisenkommunikation
Effektive Krisenkommunikation ist entscheidend, um Unternehmen ohne größeren Schaden durch eine Krise zu manövrieren. Bei der Gestaltung der Krisenkommunikation kann es helfen, ihre unterschiedlichen Phasen zu kennen und deren Eigenschaften in der Kommunikation zu berücksichtigen. Folgende Phasen sind zentral:
Datum
Lesezeit
3 Minuten
Welche Phasen der Krisenkommunikation gibt es?
Vor der Krise: Vorbereitung
Auch wenn Sie davon ausgehen, dass ein Krisenfall für Ihr Unternehmen eher unwahrscheinlich ist, wägen Sie sich nicht in falscher Sicherheit! Krisen können unvorhersehbar sein und jedes Unternehmen treffen. Daher ist es entscheidend, bereits vor einem möglichen Krisenfall vorbereitende Maßnahmen zu treffen. Da Sie meist nicht wissen, wann eine Krise eintreten wird, sollten Sie daher stets vorbereitet sein und Ihre Vorbereitungen regelmäßig auf Aktualität prüfen.
In der Vorbereitungsphase liegt der Fokus auf proaktiven Maßnahmen. Dies umfasst die Identifizierung potenzieller Risiken, die Entwicklung von Plänen für das Krisenmanagement, Schulungen für Mitarbeitende, die Festlegung von Kommunikationsprotokollen und die Einrichtung von Krisenteams. Die Vorbereitungsphase ist eng verbunden mit dem sogenannten Issues Management, welches kontinuierlich Themen und Herausforderungen analysiert, die das Unternehmen betreffen könnte. Das Ziel dieser Phase ist es, das Unternehmen widerstandsfähiger zu machen und sicherzustellen, dass es stets bereit ist, schnell und effektiv auf Krisen zu reagieren.
Im Krisenfall: Im Auge des Sturms
Während einer Krise tritt die Reaktionsphase ein. In dieser ist es besonders wichtig, dass sich das Unternehmen immer wieder auf die aktuellen Ereignisse einstellt und entsprechend handelt. Da sich die Ereignisse während einer Krise manchmal überschlagen können, ist diese Phase von einer herausfordernden Dynamik geprägt. Für ein schnelles Reagieren sind folgende Aspekte wichtig:
- rasche Aktivierung des Krisenteams
- aktuelle und stetige Bewertung der Lage und Situation
- transparente Bereitstellung von Informationen und adäquate Krisenkommunikation
- Übernahme von Verantwortung
- Umsetzung von Maßnahmen zur Schadensminimierung
Ein schnelles und dennoch koordiniertes Agieren ist in dieser Phase entscheidend, um das Vertrauen der Stakeholder zu erhalten und mit geringstmöglichem Schaden aus der Krise hervorzugehen.
Nach der Krise: Erholung und Evaluation
Nachdem die unmittelbare Krise abgeklungen ist, tritt die dritte Phase ein, die sich der Erholung sowie der Evaluation widmet. Im Fokus steht hier meist eine Sichtung möglicher Reputationsschäden, bzw. das Reparieren dieser. Dies beinhaltet die Bewertung der Krisenauswirkungen, die Kommunikation von Bemühungen, die Einrichtung langfristiger Strategien zur Stärkung der Reputation sowie eine Auswertung und ggf. Verbesserung der getroffenen Maßnahmen.
Diese Phase erfordert vom Unternehmen ein besonderes Maß an Geduld, denn Dauer, Intensität und Auswirkungen können je Krisenszenario stark variieren. Zudem benötigt es einen klaren Plan, um das Vertrauen der Stakeholder zurückzugewinnen und keine “Altlasten” der Krise mit in die Zukunft zu nehmen.
Stetig und langfristig: Vertrauen und Resilienz aufbauen
Diese vierte Phase ist eigentlich keine eigene Phase an sich, sondern sollte im Unternehmensalltag stets parallel angegangen werden. Hier geht es darum, das Vertrauen der Stakeholder langfristig aufzubauen und somit das Unternehmen bei seinen Zielgruppen widerstandsfähiger gegenüber etwaigen Krisen zu machen.
FAQ Krisenmanagement
Was ist Krisenmanagement?
Krisenmanagement bezieht sich auf die Strategien und Maßnahmen, die eine Organisation einsetzt, um eine Krise zu bewältigen, die potenziell erhebliche negative Auswirkungen auf das Unternehmen, seine Stakeholder und das öffentliche Ansehen haben könnte.
Warum ist Krisenmanagement wichtig?
Krisenmanagement ist wichtig, um den Fortbestand einer Organisation zu sichern, die negativen Auswirkungen auf das Geschäft zu minimieren und das Vertrauen von Kunden, Mitarbeitenden und der Öffentlichkeit zu erhalten.
Wie bereitet man sich auf Krisenmanagement vor?
Eine adäquate Vorbereitung umfasst die Identifikation potenzieller Risiken, die Erstellung eines Krisenmanagementplans, die Schulung von Mitarbeitenden, das Einrichten eines Krisenteams und das Durchführen von Simulationen und Übungen.
Welche Phasen gibt es im Krisenmanagement?
Die Phasen umfassen Prävention (Risikoanalyse und Vorsorge), Vorbereitung (Planung und Training), Bewältigung (aktive Krisenbewältigung) und Nachbereitung (Analyse und Lernen aus der Krise).
Wie erstellt man einen Krisenmanagementplan?
Ein Krisenmanagementplan sollte eine Risikoanalyse, eine Notfallkontaktliste, klare Verfahrensanweisungen, Kommunikationsstrategien, Ressourcenlisten und Evakuierungspläne enthalten. Er sollte regelmäßig aktualisiert und getestet werden.
Was sind die häufigsten Fehler im Krisenmanagement?
Häufige Fehler sind mangelnde Vorbereitung, unklare oder absichtlich unzureichende, verschleiernde Kommunikation, fehlende Verantwortlichkeiten, zu langsame Reaktion und das Ignorieren von Warnzeichen. Eine schlechte Dokumentation und Analyse nach der Krise sind ebenfalls problematisch.
Wie kommuniziert man effektiv während einer Krise?
Effektive Kommunikation während einer Krise erfordert Schnelligkeit, Transparenz und Konsistenz. Regelmäßige Updates, klare Botschaften und die Nutzung verschiedener Kanäle (Pressemitteilungen, Social Media, Interne Kommunikation) sind entscheidend.
Fazit
Eine kontinuierliche Kommunikation, Transparenz, Glaubwürdigkeit und Engagement seitens des Unternehmens sollten im Fokus der Krisenkommunikation stehen. Durch den Aufbau von starken Beziehungen (zu internen wie externen Stakeholdern), der Demonstration von Verantwortungsbewusstsein und dem Einbeziehen der Stakeholder in Entscheidungen kann das Unternehmen sein Ansehen stärken und langfristig Resilienz aufbauen.
Sie möchten mehr?
Sichern Sie sich jetzt das White Paper "10 Notfall-Tipps für das Krisenmanagement in Ihrer Community"
Darin enthalten:
- Was bedeuten Krisenmanagement und Krisenkommunikation?
- Die Phasen der Krise kennen und meistern
- 10 Tipps für Ihr Krisenmanagement in der Community
- Input von Vivian Pein, Autorin und Beraterin, Gründungsmitglied des
BVCM (Bundesverband Community Management e. V. für digitale Kommunikation und Social Media)
Oder lesen Sie hier weiter:
Sind Sie neugierig auf die Herausforderungen und Erfolge anderer Unternehmen?
Probieren Sie tixxt aus und entdecken Sie gemeinsam mit einem unserer Experten, wie Ihr Unternehmen tixxt einsetzen kann.