Mit der richtigen Organisationskultur Social Collaboration fördern

Warum benutzen Organisationen digitale Mittel unterschiedlich stark? Laut einer Studie von Campana Schott und der TU Darmstadt entscheidet die Organisationskultur darüber, wie effizient Social Collaboration Tools genutzt werden. In Organisationen, deren Mitglieder ihren Zusammenhalt über nach außen gerichtete Aktivitäten definieren, greift man demnach vermehrt auf neue Technologien zurück. Das führt zu effizienterem Arbeiten. Mit einer sinnvoll ausgerichteten Organisationskultur Social Collaboration zu fördern, birgt Entwicklungsmöglichkeiten.

Organisationen legen das Augenmerk auf unterschiedliche Aspekte

Der Zusammenhalt innerhalb einer Organisation definiert sich über verschiedene Kriterien. So stehen bei Organisationen mit flexiblen Prozessen andere Aspekte im Vordergrund als in solchen mit festgeschriebenen Prozessen. Gleiches gilt für die Ausrichtung der Organisation – manche Betriebe orientieren sich stärker am Markt als andere. Dementsprechend unterschiedlich wird auch die Organisationskultur gestaltet. Grundsätzlich wird zwischen vier Kulturtypen unterschieden. Jede Organisation weist Charakteristika aus allen vier Bereichen auf, allerdings in unterschiedlicher Gewichtung. So fiele es etwa schwer, eine Organisation zu führen, in der Mitarbeiter keinerlei Wertvorstellungen teilen. Die Frage, die Sie sich stellen sollten, um Ihre Organisation in der Matrix zu verorten, lautet: Worauf liegt bei uns der Fokus?

Mit der richtigen Organisationskultur Social Collaboration fördern

  • Group Culture
    In diesem Kulturtyp teilen die Mitarbeiter eine Vielzahl von Werten und Einstellungen. Es geht also um das „Innere“ der Einzelnen. Sie definieren sich über gemeinsame Einstellungen und richten ihre Arbeit danach aus.
  • Hierarchical Culture
    Wie der Name schon andeutet, geht es in diesem Kulturtyp um Struktur und Hierarchie. Dass sie einen Arbeitsplatz mit definierten Aufgaben- und Rollenverteilungen haben, verbindet die Mitarbeiter untereinander. Das Wissen über ein organisiertes Arbeitsumfeld stärkt den Zusammenhalt.
  • Development Culture
    Ganz klar bei diesem Kulturtyp im Fokus: Die Entwicklung der Organisation. Der gemeinsame Wille, die Organisation voranzutreiben, lässt die Mitarbeiter zusammenwachsen. Sie fühlen sich mit der Organisation verbunden, weil sie über das Wachstum der Organisation wissen oder dieses zumindest erwarten.
  • Rational Culture
    In diesem Kulturtyp halten die Mitarbeiter zusammen, weil sie wollen, dass die Organisation erfolgreich ist. Die Leistung und Effizienz der Organisation wird in den Mittelpunkt gestellt.

So kann die Organisationskultur Social Collaboration bestimmen

Wo in dieser Matrix eine Organisation anzusiedeln ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Einerseits bestimmt die Branche bereits zu einem gewissen Teil die Zugehörigkeit zu einem Kulturtyp. So macht für Multinationale Konzerne eine Rational Culture mehr Sinn als beispielsweise für einen kleinen Verband. Andererseits lässt sich die Organisationskultur aber auch individuell beeinflussen. Und das sollten Organisationen auch tun. Denn wie man in der Studie herausfindet: In Organisationen mit nach außen gerichteter Kultur werden Social Collaboration Tools effizienter eingesetzt. Die Technologien bieten den Organisationen Arbeitsweisen, die einen Fokus auf Flexibilität, Entwicklung und Innovation setzen.

Was Sie für Ihre Organisation daraus mitnehmen können

Development Culture und Rational Culture zeigen eine positive Korrelation mit dem digitalen Reifegrad und der Arbeitseffizienz. In einer nach außen gerichteten Organisationskultur nutzen Mitarbeiter vermehrt Social Collaboration Tools. Das führt zu besseren Ergebnissen, Produktivität und Kosteneinsparung. Ist die Kultur fest verankert, erkennen Mitarbeiter den Nutzen der Technologien und verwenden sie häufiger. Denn Flexibilität und Innovation können mit Social Collaboration einfach forciert werden. Die schnellen Entwicklungen auf dem Markt fordern mittlerweile eine zumindest teilweise nach außen gerichtete Organisationskultur. Das macht die sozialen Technologien in Zukunft nicht nur sinnvoll, sondern notwendig.

Mit der richtigen Organisationskultur von Chancen profitieren

Mit Social Collaboration können Sie also nicht nur die Organisationskultur verändern. Es geht auch andersrum. Die Organisationskultur bestimmt maßgeblich, wie effektiv die Tools genutzt werden. Besteht eine nach außen orientierte Organisationskultur, wird vermehrt auf Social Collaboration zurückgegriffen. Mit den Technologien können dann wiederum Merkmale nach innen gerichteter Kulturtypen gestärkt werden: Austausch von Werten und Erfahrungen sind auf interaktiven Plattformen von zentraler Bedeutung. Sie als Organisation sollten einen Weg finden, sich zwischen den Kulturen zu positionieren und vorausschauend und flexibel handeln.

Achten Sie darauf, dass alle Veränderungen begleitet werden. Ein strukturiertes Change Management ist notwendig, um alle Mitarbeiter zu erreichen und ins Boot zu holen. Ein Social Intranet kann etwa ein nützlicher Helfer sein, um Entwicklungen in der Kultur anzustoßen und zu betreuen. Geben Sie dort kontinuierlich Rückhalt und Feedback. In unserem Crash Kurs Internes Community Management erhalten Sie weitere Tipps, wie Sie Ihren Mitarbeitern die Angst vor Neuerungen nehmen. So kann sich langfristig eine Social Collaboration freundliche Organisationskultur entwickeln und interaktive Zusammenarbeit wird etabliert.

Crash-Kurs Internes Community Management

Anmeldung zum Crash-Kurs Internes Community Management

Pflichtangaben sind mit (*) markiert
  • Ihre Daten sind bei uns sicher: Datenschutzhinweis

     


 
Diesen Beitrag Ihren Followern bei Facebook und Twitter empfehlen:


Bildquelle des Vorschaubilds: Foto von Pexels-User rawpixel.com.