So erleichtert ein Social Intranet Design Thinking

Interdisziplinäre Teams, ein kreatives Umfeld und eine lockere Arbeitsatmosphäre: Um neue, innovative Ideen und Lösungen entwickeln zu können, müssen diese Voraussetzungen stimmen. Anhand des Design Thinking Modells wird deutlich, wie ein Social Intranet Design Thinking erleichtert und Innovationen möglich macht.

Was ist Design Thinking überhaupt?

Design Thinking hat als Methode längst ihren Weg aus der Designbranche heraus in verschiedenste Arbeitsbereiche geschafft. Nicht ohne Grund, denn sie ermöglicht, außergewöhnliche Ansätze zu entwickeln und trägt zum Erfolg sowohl interner als auch externer Projekte bei. „Design Thinker“ stellen bei ihrer Arbeit die Anwender in den Mittelpunkt. Sie ziehen Bedürfnisse ihrer Zielgruppe mit in die Entwicklung neuer Ideen, Produkte oder Kampagnen ein. So können diese ideal auf deren Ansprüche abgestimmt werden. Das alles läuft ohne strikten Projekt- und Zeitplan und in interdisziplinären Teams ab. Die Ideenentwicklung wird deshalb nicht von starren Richtlinien eingeschränkt. Im Design Thinking orientiert man sich stattdessen einem flexiblen Modell, das sich in verschiedene Phasen aufteilt.

Das Design Thinking Modell

Es gibt verschiedene Modelle, die den Design Thinking Prozess darstellen. Die Modelle unterscheiden sich in der Anzahl an Phasen, nicht jedoch im grundlegenden Aufbau. Die Phasen werden nacheinander durchlaufen, aber es kann im Verlauf auch zu Wiederholungen einzelner Phasen kommen. Der Ablauf wird bei genauerer Betrachtung des Modells deutlich.

Design Thinking Modell

Phase 1: Verständnis entwickeln

Egal worum es geht – das Konzipieren eines neuen Projekts, die Einführung neuer Software oder die Entwicklung einer neuen Social-Media-Kampagne – im ersten Schritt wird im Design Thinking der Anwender unter die Lupe genommen. Interaktive Plattformen erweisen sich hier als hilfreich. Innovationsplattformen bieten Ihnen etwa die Möglichkeit, externe Personen mit in den Prozess einzubinden und ihre Wünsche zu bedienen. Das ist für Projekte, wie etwa die Entwicklung eines neuen Produkts besonders interessant. Durch den direkten Austausch mit der Gruppe bekommen Sie eine Vorstellung davon, was dieser am Herzen liegt. Die Erkenntnisse aus der ersten Phase dienen als Ausgangspunkt für alle Überlegungen im Design Thinking Prozess.

Phase 2: Probleme definieren

Nun gilt es, die konkreten Herausforderungen zu identifizieren. Auf Basis der Anwender-Analyse können Sie nun Fragestellungen entwickeln, auf die Sie eine Antwort finden möchten. Warum konnten die Anwender beispielsweise nicht vom letzten Produkt überzeugt werden? Fassen Sie die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe zusammen und definieren ihre Ansprüche. Dazu kann es sich auch lohnen die Gesamtgruppe in verschiedene Anspruchsgruppen zu unterteilen. So gibt es oftmals entscheidende Unterschiede bei den Anforderungen, die jüngere im Vergleich zu älteren Anwendern an bestimmte Produkte stellen. Mit einer Unterteilung können verschiedene Lösungen für die Anspruchsgruppen gefunden werden.

Phase 3: Ideen finden

Jetzt geht die eigentliche Ideenentwicklung erst los. Im dritten Schritt heißt es: Kreativ werden. Das Ziel dieser Phase ist es, möglichst viele Ideen zu generieren. „Design Thinker“ greifen dazu gerne auf Brainstorming zurück. Hier darf jedes Teammitglied all seine Ideen äußern. Kritik oder Diskussionen sind zunächst tabu. Denn ein möglichst großer Ideenpool soll für die nächsten Phasen zur Verfügung stehen. Ein anderes, beliebtes Werkzeug ist das Durchspielen von Szenarios. Dabei kann genau analysiert werden, wie sich die Zielgruppe letztendlich verhalten könnte. Erst nach der einleitenden Ideensammlung ist es an der Zeit, die einzelnen Ansätze genauer zu betrachten, zu kritisieren und Schwachstellen zu ermitteln. Stellen Sie in dieser Phase grundlegende Annahmen in Frage. Vielleicht ist den Anwendern beispielsweise das Aussehen Ihres Produkts wichtiger als eine weitere Zusatzfunktion. Durch das Hinterfragen Ihrer Intuitionen entwickeln Sie kreative Lösungsansätze.

Phase 4: Probeläufe durchführen

Haben Sie einen ersten Lösungsentwurf erarbeitet, sollte dieser getestet werden. Die Ideen werden in dieser Phase nur prototypisch umgesetzt. Dieser Probelauf dient als Vorbereitung für die Umsetzung und Bewertung der finalen Lösung in Phase 5. Ihr neues Produkt oder Ihre neue Software kann etwa zunächst Kollegen im Social Intranet vorgestellt werden. Findet der Prototyp Anklang, kann in die nächste Phase gestartet werden. Vielleicht kommen aber auch neue Ideen auf, die für die finale Lösung relevant sind. Dann springt der Prozess zurück in Phase 3. Die Probeläufe liefern also weitere Anhaltspunkte für die Verbesserung der Ideen.

Phase 5: Lösungen testen

Sie haben kreative Mittel eingesetzt, um bis hierher zu kommen. Jetzt haben Sie eine Lösung für das Problem gefunden und der Prozess ist abgeschlossen. Nicht ganz. Im Optimalfall ist die Lösung, die Sie in Phase 5 umsetzen, final. Oftmals werden in dieser Phase aber neue Erkenntnisse gewonnen. Diese können Sie zurück in frühere Phasen des Design Thinking Prozesses leiten. Durch das Testen der Lösungen werden etwa neue Probleme aufgedeckt. Dann kann das Projekt wieder in Phase 2 ansetzen. Oder aber es kommen neue Ideen auf. Dann ist Phase 3 die nächste Anlaufstelle. Natürlich zeigt das Testen der Lösung auch auf, wie die Zielgruppe reagiert. Kommt Ihr Produkt nicht gut an, gibt Ihnen das die Möglichkeit, mehr über Ihre Zielgruppe zu erfahren. Mit dem Entwickeln von Verständnis können Sie neu in die erste Phase starten. Das Ziel des Design Thinking Prozesses ist es somit kontinuierlich Verbesserungen zu erarbeiten. Deshalb ist ein stringenter Durchlauf der Phasen kaum denkbar und schlicht nicht sinnvoll.

Wie ein Social Intranet Design Thinking erleichtern kann

Design Thinking hilft, die Anforderungen verschiedener Interessengruppen zu verstehen. Durch innovatives Arbeiten im Team können kreative Lösungen entwickelt werden. Mithilfe verschiedener Funktionen können Sie auch im Social Intranet Design Thinking angehen. Es schafft das Umfeld, das für diese Arbeitsmethode notwendig ist. Dazu gehören Kommunikation und Interdisziplinarität. Im Social Intranet können etwa Kollegen aus verschiedenen Abteilungen in Gruppen zusammenarbeiten. Ideen können schnell als Beitrag geäußert werden und Sie sind nicht mehr zwingend auf Treffen vor Ort angewiesen. Aber auch als Ergänzung zu solchen Treffen können Social Intranets sinnvoll sein. Denn sie ermöglichen es Ergebnisse festzuhalten und für alle verfügbar zu machen.

Nicht nur Design Thinking kann im Social Intranet zur Entwicklung neuer Ideen genutzt werden. In unserem White Paper „Einführung in Social Intranet und Social Business“ erfahren Sie, wie digitale Zusammenarbeit auf interaktiven Plattformen erfolgreich umgesetzt werden kann. Dafür werden verschiedene Methoden beispielhaft vorgestellt. Das liefert Ihnen neue Ansätze für Ihre Organisation.

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