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Einen bestimmten Fehler leisten sich Unternehmen leider allzu oft auf dem Weg zum Social Business: Zu früh das Social Intranet auswählen. Ja, die neuen Arbeitsmethoden und Denkweisen von Social Media werden durch Technologie gestützt. Aber dahinter stecken viel mehr neue Konzepte, Denkweisen, Strukturen, Kulturen und Prozesse. Stellen Sie sich also vor der Auswahl der Technologie und der Tools unbedingt folgende Fragen.

Social Media intern und extern

Die meisten Unternehmen, die sich mit Social Media versuchen, „leben“ Social Media nicht innerhalb des Unternehmens. Dies macht es den Unternehmen so schwer, in Social Media effektiv und authentisch zu agieren. Sie benötigen also interne Social Media, um auch extern erfolgreich kommunizieren zu können. Social Business umfasst diese Herangehensweise und verhilft Unternehmen dazu, mit den „hypervernetzten“ Verbrauchern und Kunden mithalten zu können.

Strategie vor Software

Selbst die reibungslose Einführung der optimalen technischen Lösung bringt Sie nur wenige Schritte weiter. Zu schnell geht es jedoch um die Technologie-Frage, bevor die harten Fragen evaluiert, gestellt und beantwortet werden. Schließlich muss eine Transformation von Personen und Organisationen stattfinden, damit die Mehrwerte der Technologien überhaupt zum tragen kommen können. Kaufen Sie das Konzept und die Strategie, nicht die Software!

Kernaspekte von Social Business

1. Jeder kann mitmachen

Viele Entscheider reagieren auf diesen Aspekt mit der Angst vor Chaos und Produktivitätsverlust. „Kann das wirklich jeder ändern?“ ist einer der typischen Fragen. Sollten die stärkere Vernetzung der Mitarbeiter, die schnellere Verbreitung von frischen Ideen, die Befreiung von Kreativität und das ergebnisorientierte Arbeiten zu den Zielen des Social Business Engagements zählen, dann lautet die Antwort auf diese Frage: „Ja! Jeder MUSS das ändern können!“.

2. Flache Hierarchien

In vielen Unternehmen sind Gemeinschaftsgefühl, abteilungsübergreifendes Arbeiten und die echte Anerkennung für gute Arbeit verloren gegangen. Leider werden dagegen Maßnahmen ergriffen, die man vor vielen Jahrzehnten in der Entwicklungshilfe ergriffen hat: Man liefert Brot und Wasser. Zum Glück sprechen wir heutzutage von der „Entwicklungszusammenarbeit“. Es geht also vielmehr um die Hilfe zur Selbsthilfe, oder innerhalb des Unternehmens um die Hilfe zur Selbstorganisation.

3. Geteilte Werte, Ideen und Ergebnisse

Wieviele gute Ideen versickern zwischen Tür und Angel, weil die Kultur des Unternehmens keinen Nährboden dafür liefert? Ideen reifen erst durch gemeinsames Denken. Kaum eine Idee ist in ihrer puren Form von Anfang an gut. Durch das teilen und verbessern entwickelt sie erst ihr volles Potenzial. Genauso benötigen Ergebnisse und Werte ihren Nährboden, um innerhalb des Unternehmens auch adaptiert werden zu können. Nur so können Best Practices entstehen und echtes Knowledge Management genutzt werden. Oft wird dieser Aspekt im Englischen so zusammengefasst: Sharing is power!

Ganz oder gar nicht

Die Chancen von Social Business setzen also voraus, dass Unternehmen bereit sind, an ihren eigenen Grundfesten zu rütteln: Kultur, Prozesse und Organisation. Dies ist nicht einfach, Social Media muss für jedes Unternehmen individuell adaptiert und eingeführt werden. Eine allgemein gültige Formel oder ein bestimmtes Tool gibt es dabei nicht. Die Technologie muss sich durch Flexibilität an die Anforderungen des jeweiligen Unternehmens anpassen. Bestimmen Sie also zu früh die Technologie, prägt sie Ihr Unternehmen, führen Sie die Technologie zu spät ein, verpufft die Motivation Ihrer Unterstützer und derjenigen, die Ihnen bei der Einführung freiwillig und gerne helfen würden.

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Bildquelle: SomeDriftwood